Zweites Wertstoffkraftwerk
Die Papierproduktion ist ein energieintensiver Prozess. Die Standorte Laakirchen und Steyrermühl planen, ihren Gesamtenergiebedarf künftig weitestgehend selbst abzudecken und damit möglichst unabhängig von fossilen Rohstoffen zu werden.
| Autarke, nachhaltige Energieversorgung: Um den Anteil nachhaltiger und selbst erzeugter Energie weiter auszubauen, ist ein weiteres Wertstoffkraftwerk (WSK 3) geplant. |
| Das neue Kraftwerk wird den heute noch bestehenden Anteil an fossilem Erdgas weitestgehend ersetzen und dabei eine beachtliche Menge an fossilem CO2 einsparen. |
| Der Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von nachhaltigen, biogenen Wertstoffen: |
| Es werden dabei möglichst lokal anfallende Wertstoffe – also Papier- und Faserreststoffe aus der eigenen Papierproduktion in Steyrermühl und Laakirchen – verwertet, außerdem Biomasse und andere biogene Energieträger wie beispielsweise Rinden, Sägespäne oder Holzreste aus den Sägewerken. |
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Zusätzlich wird ein Teil ausgewählter, aufbereiteter und qualitätsgesicherter Wert- und Reststoffe eingesetzt, also zum Beispiel: - Rückstände aus der Altpapieraufbereitung - Qualitätsgesicherte Kunststoff-Fraktionen, die keiner stofflichen Verwertung mehr zugeführt werden können - Extern aufbereitete, qualitätsgesicherte und heizwertreiche Wertstoffe aus der Siedlungs-, Gewerbe- & Industriesammlung und ähnliche Energieträger. |
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Das Wertstoffkraftwerk ist auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb aller Prozesse ausgelegt. Das „Verfahren der Wahl“ ist die zirkulierenden Wirbelschicht als die beste Technologie in der thermischen Verwertung: - Bestmögliches Vermeiden von Emissionen bereits durch das Verfahren selbst - Weitere Reduktion durch nachgeschaltete Rauchgasreinigung und Rauchgaskondensation - Umsetzung sämtlicher Anlagenteile nach dem neuesten Stand der Technik |
| Fernwärmeauskopplung: Weiteres Entwicklungspotenzial für die Region bietet die Nutzung der Restwärme des Kraftwerks (Kondensation der Rauchgase) als Niedertemperatur-Wärme. Diese wird als Fernwärme für Prozesse am Standort (z.B. Trocknung von Schnittholz im Sägewerk) oder nachhaltige Wärmeenergie für umliegende Haushalte und Betriebe abgegeben. |
