Zweites Wertstoffkraftwerk in Steyrermühl

Die Papierproduktion ist ein energieintensiver Prozess. Die Standorte Laakirchen und Steyrermühl planen, ihren Gesamtenergiebedarf künftig weitestgehend selbst abzudecken und damit möglichst unabhängig von fossilen Rohstoffen zu werden.

  • 160 MW
    Brutto Wärmeleistung
  • 200 Mio. €
    Investition
  • ~80.000 t
    Einsparung fossiles CO₂
Autarke, nachhaltige Energieversorgung: Um den Anteil nachhaltiger und selbst erzeugter Energie weiter auszubauen, ist am Standort Steyrermühl ein zweites Wertstoffkraftwerk (WSK 2) geplant.
Das neue Kraftwerk wird den heute noch bestehenden Anteil an fossilem Erdgas weitestgehend ersetzen und dabei eine beachtliche Menge an fossilem CO2 einsparen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von nachhaltigen, biogenen Wertstoffen: Ziel ist ein biogener Anteil am verwendeten Wertstoffmix im Kraftwerk von rund 70 Prozent.
Es werden dabei möglichst lokal anfallende Wertstoffe – also Papier- und Faserreststoffe aus der eigenen Papierproduktion in Steyrermühl und Laakirchen – verwertet, außerdem Biomasse und andere biogene Energieträger wie beispielsweise Rinden, Sägespäne oder Holzreste aus den Sägewerken.
Zusätzlich wird ein Teil ausgewählter, aufbereiteter und qualitätsgesicherter Wert- und Reststoffe eingesetzt, also zum Beispiel:
- Rückstände aus der Altpapieraufbereitung
- Qualitätsgesicherte Kunststoff-Fraktionen, die keiner stofflichen Verwertung mehr zugeführt werden können
- Extern aufbereitete, qualitätsgesicherte und heizwertreiche Wertstoffe aus der Siedlungs-, Gewerbe- & Industriesammlung
und ähnliche Energieträger.
Das Wertstoffkraftwerk ist auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb aller Prozesse ausgelegt. Das „Verfahren der Wahl“ ist die zirkulierenden Wirbelschicht als die beste Technologie in der thermischen Verwertung:
- Bestmögliches Vermeiden von Emissionen bereits durch das Verfahren selbst
- Weitere Reduktion durch nachgeschaltete Rauchgasreinigung und Rauchgaskondensation
- Umsetzung sämtlicher Anlagenteile nach dem neuesten Stand der Technik
Fernwärmeauskopplung: Weiteres Entwicklungspotenzial für die Region bietet die Nutzung der Restwärme des Kraftwerks (Kondensation der Rauchgase) als Niedertemperatur-Wärme. Diese wird als Fernwärme für Prozesse am Standort (z.B. Trocknung von Schnittholz im Sägewerk) oder nachhaltige Wärmeenergie für umliegende Haushalte und Betriebe abgegeben.
Energiewende: Mit dem neuen Wertstoffkraftwerk WSK 2 schaffen wir einen Meilenstein in der Energiewende. Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern im Energiemix am Standort Laakirchen kann damit bis 2030 von heute 10 Prozent auf 70 Prozent erhöht werden.
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